Klöppelspitzen aus Rauma

Die Spitzenwoche von Rauma wird dieses Jahr bereits zum 46. Mal veranstaltet.
Das für seine Traditionen bekannte Fest ist im Laufe der Jahre zu einem großen Stadtfestival geworden. Die erhöhte Internationalität des Spitzenklöppelns und die moderne Orientierung haben das traditionelle Bild moderner und leicht zugänglich gemacht. Der alljährliche Höhepunkt der Spitzenwoche ist das fröhliche Volksfest „Die Nacht der Schwarzen Spitze“. Die Stadt steht Kopf vor lauter Spitze: Im Zentrum finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die Geschäfte sind bis zum späten Abend geöffnet, und es ist sehr viel los. Die Frauen und Männer aus Rauma stammend tragen festliche Kleidung, bevorzugt mit schwarzer Spitze. Bei den Damen sind Kleider oder Jacken aus Spitze mit hübsche Hüten zu sehen. Die Herren schmücken die Hüte mit Spitzen und tragen oft auch Krawatten oder Hosenträger, die Spitzen gehüllt sind. Oft sieht man auch Spitzenmützen und Spitzenhüte. Die Gäste des Festes tragen oft Trachten oder traditionelle Kleidung. Eine Repräsentantin ist die „Spitzenkönigin“, die jedes Jahr gewählt wird.Vergleichbar ist dies mit der Weinkönigin oder der Bierkönigin in Bayern.
Es ist ein eindrucksvoller Brauch und das Fest hat mir sehr gefallen.

Zur Tradition:
In Rauma wird schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts geklöppelt, wobei das Klöppeln seine Blütezeit erlebte, als die traditionellen Spitzenmützen („tykkimyssy“) Mode waren. Die Klöppler verdienten mit ihrer Handarbeit jährlich so viel Geld, dass die Provinzialregierung das Klöppeln als eine Industrie erachtete, zumal dieses Handwerk in Rauma mehr als im Rest des Landes ausgeübt wurde.Heutzutage sind den Verwendungszwecken für Spitze keine Grenzen gesetzt. Dies können Sie beispielsweise in der Ausstellung des Alten Rathauses, im Museumsgeschäft und der Niederlassung von Nyplääjät („Spitzenklöppler“) in Pits-Priia sehen. Die neue, begeisterte Klöpplergeneration wächst stetig.

Hier kommen ein paar Bilder.

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