Luvia und Laitakari

Auf meinen Fahrten nach Pori interessierte ich mich jedesmal beim Vorbeifahren der Hinweis auf einen Hafen und Badestrand bei Luvia. Das Schild und der Ort befinden sich zwischen Rauma und Pori, etwa auf der Hälfte. Als ich den Hinweis zum ersten mal sah, bog ich ab und hab mich hoffnungslos verfahren. Das kann man so oder so sehen 🙂 , jedenfalls habe ich den Hafen und die Badestelle nicht gefunden. Die Verkehrsschilder waren so schlecht, dass ich immer irgendwo ankam, aber nicht dort. Die Gegend ist wunderschön und ich war nicht traurig, mich „verfahren“ zu haben. Also startete ich einen weiteren Versuch und habe so wirklich schöne Ecken der Gegend gesehen…. leider nicht den Hafen und die Badestelle. 🙁  Ich war schon am Zweifeln! Aller guten Dinge sind drei und so suchte ich weiter. Nach einer kurzen Orientierungslosigkeit und trotz aktuellem Navi (!) landete ich wieder einmal im „Irgendwo“, hab nicht aufgegeben und fand endlich die richtige Abzweigung. Jippi!  Es wurde viel gebaut und neue Straßen waren angelegt worden (aber noch nicht digitalisiert und somit nicht im Navi). Nach einem Stopp an der wunderschönen Kirche in Luvia habe ich den Weg zum Hafen und zur Badestelle genommen und wurde nicht enttäuscht. Der Hafenort heißt Laitakari und ist wirklich schön. Hier halten kleinere Fähren, die Ihre Rundfahrten von Turku nach Vaasa machen und auch solch kleinere Häfen anlaufen. Es gibt schöne Restaurants und Grillplätze. In Laitakari liegt auch ein wunderschönes historisches Segelschiff, mit dem man Touren machen kann. Das Schiff wurde restauriert und modernisiert und liegt an einer eigens für dass Schiff angelegten Mole. Es ist wirklich sehenswert. „Kaljassi Ihana“ findet man in Wikipedia, auf der eigenen Webseite und auch auf Facebook. Leider lag das Schiff nicht im Hafen als ich dort war. Sehenswert war auch ein Schiffahrt- und Schiffbaudenkmal. Dort wurden Schiffe schon in der Wikingerzeit gebaut. Es gab Landerhebungen um 0,7 m. Ähnlich wie in Vaasa. Diese waren für den Schiffbau mit großen Veränderungen verbunden (z.B. um in den heimischen Hafen anlaufen zu können).
Am Hafen schlenderte ich herum und schaute mir alles an. Dann fiel mir auf, dass mehrere Holzgeländer  am Wasser standen. Seltsam. Bei näherem Betrachten entdeckte ich mehrere Teppiche und Läufer, die über einige Geländer hingen. Es gab einen Teppich – Waschplatz mit allem drum und dran. Da kommen die Leute hin, um in großen Wannen die Teppiche zu schrubben, diese durch eine Mangel zu drehen und dann auf den Geländern trocknen zu lassen! Die Wannen sind fest aufgebaut und mit Wasseranschluss. Das fand ich toll! Das findet man zu Hause schon ewig nicht mehr, dass Teppiche selbst gewaschen oder ausgeklopft werden. 🙂

Es war ein sehr schöner Ausflug und ich werde gern noch einmal den Weg dahin nehmen – jetzt weiß ich ja, wo ich hinfahren muß. 😉

Hier kommen ein paar Fotos.