Rovaniemi – das Tor zum Polarkreis

Ein Besuch in Lappland und beim Weihnachtsmann

Der Besuch der Stadt und der Umgebung war ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthaltes hier in Finnland. Ich wollte den „Ruska“ – den Herbst in Lappland erleben und viele Fotos vom bunten Laub der Wälder und von Polarlichtern mitbringen. Die Woche vor unserem Ausflug war von Sonnenschein geprägt und es wurde in einer App ständig von nächtlichen Polarlichtaktivität berichtet. Im Facebook konnte ich jeden Tag auf der Seite „All about Lapland“ hochgeladene Fotos und Videos von unglaublich schönen Polarlichtern bewundern. Meine Hoffnung, auch so tolle Fotos von Polarlichtern zu machen, wurde dieses Mal nicht erfüllt. Leider zogen zum Wochenende Wolken auf und machten den Himmel zu.  Wir konnten Lichter sehen, aber leider nur durch die aufgerissene Wolkendecke. Das Risiko des Wetterwechsels besteht immer. Unsere Chancen waren gut, aber leider nicht gut genug. Es war trotzdem beeindruckend und für mich unvergesslich! Dieses Schauspiel zu sehen und zu erleben, ist sehr faszinierend.
Rovaniemi hat aber mehr zu zeigen als Nordlichter. Wir waren auch beim Weihnachtsmann im  „Santa Claus Village“ am Polarkreis und haben ein persönliches Gespräch mit Santa geführt. Es war einfach toll! Santa hat uns versprochen, dass er auch nach Bayern kommt und wir uns dann wiedersehen werden. Ich freue mich drauf. 🙂 So erwachsen kann man also gar nicht werden…
Es gibt auch sehr interessante Museen zu besichtigen. Wir haben das Arktikum – Museum besucht. In der Nähe der Stadt befinden sich sehr schöne Wanderziele mit Aussichtspunkten und herrlicher Natur und Wildnis.  Auch ist nahe der Stadt ein deutscher Soldatenfriedhof zu sehen. Wer sich für Geschichte der Region interessiert kann darüber viel im Internet nachlesen oder geht ins Arktikum. Sehr informativ!

Wir hatten einen Ausflug gebucht – „Auroa Floating“ nachts in einem See mit Polarlicht schauen. Die Ausrüstung war sehr spannend. Wir haben dazu Anzüge über unsere normale Kleidung getragen und so „lagen wir auf dem Wasser“  und hatten den Blick in den Himmel bzw. in die Wolken gerichtet. Ein Erlebnis war es, sah lustig aus und hat uns sehr gefallen.

Ebenso ist die Musik sehr besonders. Das Joiken wird von den Samen – den Ureinwohnern Lapplands, von einer Generation zur nächsten weitergegeben und es gibt sehr viele Spielarten und eine große Vielfalt im Ausdruck zu entdecken. Uns gefiel besonders die Musik des Duos „Arvvas“  mit der Musik der CD „Remembrance“.  Wer mag, der kann auf Amazon oder Youtube mal in die Songs reinhören.

Ich kann sagen, dass Lappland mich sehr neugierig auf Mehr gemacht hat. Auf jeden Fall werden wir irgendwann, dann im Winter, wieder nach Lappland fahren und wer weiß, vielleicht klappt es dann mit mehr Polarlichtern und Fotos.

Hier kommen ein paar Bilder:

Urlaubszeit – Reisezeit!

Lappland – wir kommen!

Ich liebe Krimis! Zwei Bücher faszinierten mich, deren Inhalt von Lappland erzählt. Die Autorin, Klara Nordin, hatte in Ihren Büchern „Totenleuchten“ und „Septemberschuld“ spannende Kriminalgeschichten erzählt, die mit sehr vielen Informationen und Geschichten über das Leben in Lappland und das Leben der Samen mit Ihren Traditionen aufwarteten. Kurzum – ich war infiziert. Ein alter Freund hatte vor langer Zeit mal den Wunsch, nach Lappland in den Urlaub zu fahren. Ich war so überrascht das ich mich fragte, was gibt’s denn da zu sehen? Da ist doch nichts zu sehen! Heute kann ich darüber lachen, denn es sind gerade die Natur und die Menschen, die das Land so besonders und aufregend machen. Außerdem ist es ja nur noch ein „Katzensprung“ von Rauma aus nach Lappland. Wir haben geplant und uns überlegt, wie wir so viel wie möglich in relativ kurzer Zeit sehen können. Lappland ist eine Landschaft nördlich des Polarkreises. Die Abgrenzung ist unterschiedlich: Lappland verteilt sich über die Staaten Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Unser Ziel waren das schwedische und das finnische Lappland. Zum Erfühlen der Gegend zog es uns in das schwedische Lappland.
Wir starteten unsere Reise von Deutschland aus. Unsere Route führte über Dänemark nach Südschweden an die Westküste, dann durch Mittelschweden zur Ostküste, von dort weiter ins nordwestliche Landesinnere nach Jokkmokk und von dort zurück durch einen kleinen Teil der Finnmark nach Rauma. Eine Wahnsinns-Tour die uns tief und nachhaltig beeindruckt hat. Wir werden sicher wieder in diese Gegend fahren. Davon bin ich fest überzeugt!

Wir haben mehrere Etappenziele gehabt. Besonders beeindruckt hatten uns die Gegenden um Arvisjaur, Jokkmokk, Sundsvall, Umea und Oulu. Inzwischen habe ich hier noch ein paar Fotos von unserer Reise: