Schnee und Eis(hockey)

Der erste Schnee und mein Eisfeeling

Der erste Schnee kam und ist nun schon wieder weg. Ich hoffe, dass er bald wieder hier zu sehen sein wird…ich erwarte den Schnee. 🙂 – Fräulein Vogel und ihr Gefühl für Schnee…
Am 21.11.2015 war der erste „weiße“ Tag hier in Rauma. Die Welt hatte sich in eine Schneedecke gehüllt und zeigte sich mir von einer neuen Seite. Es war so schön und wir haben uns gleich aufgemacht und einen Winterspaziergang mit „Stöckchen“ unternommen. Hier gibt es viele Gebiete, die extra zum Nordic Walking, Wandern und Skilanglauf vorbereitet sind. Die Wege sind gut ausgeschildert, gepflegt und man kann gefühlte Ewigkeiten durch den Wald laufen, ohne einen Menschen zu treffen. Ich genieße diese Ruhe sehr und freue mich immer auf unsere Ausflüge in die Natur.

Ich werde in der Bildergalerie ein paar Fotos einfügen.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war der Besuch eines Eishockeyspiels. Die Finnen sind ja bekanntlich mit Ski oder Eislaufschuhen an den Füßen geboren… 😉 und so ist Eishockey hier ein Volkssport. Rauma hat eine tolle Eissport-Areana mit allem, was das Herz begehrt. Es passen 5.400 Zuschauer rein, was bei einer Anzahl von 26.000 Einwohnern hier doch schon bemerkenswert ist. Die Halle war ausverkauft, da die LUKKO Rauma (die Rauma Füchse) gegen die Mannschaft aus Pori angetreten war. In der Liga war zu diesem Zeitpunkt Rauma auf Platz 4 und Pori auf dem 13. Tabellenrang. Da es auch zwischen Rauma und Pori kleinere Differenzen bezüglich der Schönheit der Stadt gibt – jeder behauptet, in der schöneren Stadt zu leben, trafen hier auch sehr viele Emotionen neben der sportlichen Partie aufeinander. Die Fans gaben ihr Bestes und unterstützten ihre Teams lautstark und mit Herzblut. Es herschte eine unglaublich spannungsgeladene Atmosphäre. Jeder wurde mitgerissen und konnte sich der aufkommenden Euphorie für seine Mannschaft nicht entziehen. Meine Sympathie galt den Lukkos (ich lebe ja im Moment hier – meine Art „Lokalpatriotismus“) und so fühlte ich mit, wenn es mal nicht so gut lief. Unglaublich, wie aufregend so ein Spiel sein kann.
Ich hatte mir vorher die Regeln des Spiels angeschaut. Schließlich wollte ich ja annähernd verstehen, was da so passieren würde. Es waren echt brutale Aktionen dabei… für den Fan wahrscheinlich alles viel zu zaghaft :-).
Fazit ist, dass wir sicherlich wieder einmal ein Spiel besuchen werden. Auch wenn die Lukkos an diesem Abend nach einem Stand von 3:3 in der Entscheidung das Spiel mit 3:4 verloren hatten. Die Entscheidung nach dem Unentschieden nennt man Penaltyschießen, wie bestimmt einige wissen – vergleichbar mit dem 11-Meter-Schiessen nach der Verlängerung im Fussball. In der Liga blieb Rauma auf Platz 4 in der Tabelle, jedoch konnte Pori auf den 11. Rang hochklettern. Glückwünsche an die Mannschaften!

Interessant für mich war, neben dem ganzen Drumherum, die Eismaschine. Nach jedem Spielteil wurde das Eis „abgezogen“ und damit wieder glatt gemacht. Und das, obwohl mehrmals zwischendurch mit Schneeschiebern von „Eisprinzessinnen“ das Gröbste zusammengeschoben wurde. Hat mich wirklich beeindruckt. In der Bildergalerie gibt es Fotos dazu. Sobald ich das kleine Video aufbereitet bekommen habe (wie kompliziert das alles ist – seufz), werde ich es veröffentlichen.

In Rauma – Finnland

In der vorläufigen neuen Heimat angekommen – rauma

Unser Start hier in Rauma war gut. Nach einer Woche Unterbringung im Gästehaus konnten wir in unsere Wohnung umziehen. Da wir ja nur die Sachen hatten, die im Auto mitgereist sind, war der Umzug an einem Nachmittag erledigt. Wir haben eine möblierte 2-Raum-Wohnung bezogen. Die Kleinigkeiten, die eine Wohnung gemütlich und behaglich machen, kamen mit den Sachen, die uns die Spedition brachte. Unser Kartons waren schnell ausgepackt und für die Sachen ein Platz gefunden und eingeräumt. Ich bin froh, dass die Menschen hier fast alle gut englisch sprechen. Mit dem Finnischen…. das wird wohl noch eine Weile dauern. Aber der  Kurs läuft. Bei der Gelegenheit werde ich auch mein Englisch trainieren und einen Kurs absolvieren. Meine Freundin ist Französin und wir sprechen beide brauchbares Englisch (ich kein Franzöisch- sie kein Deutsch) – kommen jedoch langsam an unsere Grenzen. Und Frauen brauchen ja bekanntlich ein paar Worte mehr, um ein wenig über ‚dies und das‘ zu reden. 🙂